Cannstatter/Untertürkheimer Zeitung - BLICK VOM ROTENBERG - Montag, 18. April 2005

Verwechslungskomödie mit Happy End
Rotenberg: Begeisterung bei Premiere von „Baby wider Willen“

(ch) – Einen Publikums-Volltreffer landete die Theatergruppe des TGV-Rotenberg bei der Premiere des Schwanks „Baby wider Willen“. Ob Kulisse, die Art der Inszenierung oder die Besetzung der Rollen – das Stück war in sich stimmig und die Bühne ein Ort voller Leben, Verwicklungen und Humor.

Die Begeisterung des Rotenberger Theaterpublikums spürte man am Freitagabend nicht nur am lang anhaltenden Schlussapplaus. Die ungemein lebendig und humorvoll gestaltete Vorführung zog die Zuschauer von Anfang an in ihren Bann. Die oftmals schwäbisch knitzen, dabei aber niveauvollen Pointen wurden mit viel Beifall belohnt. Das Publikum reagierte emotional auf die dargestellten Personen, besonders bei der als zickig und eitel dargestellten Mutter des Schultes, dargestellt von Doris Bubeck.

Im Theater-Rathaus Rotenberg ging es lebendig und verzwickt zu. Schultes Hans Hermann Häfele (Heiner Böttcher) hätte eben besser nicht auf den Rat seiner Mutter gehört. Dann wäre er nämlich nicht zu einer Einweihungsfeier, sondern zum Bahnhof gefahren und hätte dort seine aus der Kur zurückkehrende Frau abgeholt. Christa (Ingar Oppermann) hätte dann vielleicht nicht ihren Koffer mit einer Babytasche verwechselt und ein fremdes Baby ins Rathaus mitgebracht. Als der Schultes das Missgeschick der Polizei melden will, läuft bereits eine Fahndung wegen Kindesentführung. Mit Hilfe des Landstreicher Theo (René Berner), der Rathaussekretärin Sonja (Susanne Hafenrichter) und dem Straßenkehrer Salvatore (Thomas Ziegler) kann das Baby versteckt werden. Die Schreckschrauben Frieda und Emma haben Kommissar August Schluchter (Jürgen Hölle) manches zu erzählen.

Ein Happy End gibt es natürlich auch.

Nachfolgend einige Bilder unserer Premierenvorstellung.


 

Baby wider Willen!

1. Akt

image002

Bürgermeisteramt Rotenberg, Sekretärin Sonja bei der Arbeit.

image004     

Landstreicherkönig Theo kommt.
Wo er auftaucht, bekommt irgendwer ein Kind, oder es passiert etwas Schlimmes.

image006

Die Mutter vom Burgermeister ist entsetzt. Ein Landstreicher im Rathaus.


 


 

Guten Morgen, Herr Bürgermeister!

Mitten im Büro ein Müllhaufen und dazu noch der Gemeinde-arbeiter Salvatore der um Gehaltserhöhung bittet.
 

Nun kommt auch noch der Kommissar, der den Bürger-meister zur Einweihung des Fahrradständers abholen will.
 

Auch die Schreckschrauben Emma und Frieda Scheiffele setzen dem Bürgermeister arg zu.
 

Die beiden Damen wühlen ja nicht im Müll. Aber man kann ja auch mal eine Ausnahme machen.

Sekretärin Sonja freut sich, denn sie ist den Müllberg los.
 

Salvatore hat die Frau vom Bürgermeister am Bahnhof mit dem Gemeindeunimog abgeholt.

Mein Gott, sind die Koffer schwer!
 

Christa, die Frau vom Bürgermeister. Hoffentlich hat es  niemand bemerkt, daß sie die Reisetasche mit einer Babytasche, samt Inhalt verwechselt hat.
 

Ob Salvatore etwas bemerkt hat?
 

Baby wider Willen!

Das haut den Bürgermeister um. Jetzt wo er Landratskandidat ist, kann er doch kein Kind brauchen.
 

Der Kommissar sucht schon nach dem Kind. Kindesentführung wird nicht ausgeschlossen!
 

Baby wider Willen!

2. Akt
 

Was nun?

Da ist guter Rat teuer, Herr Bürgermeister.
 

Warum schreit das Kind nur so?

Wenn das der Kommissar hört, wandern der Bürgermeister und seine Frau in den Knast.
 

Gott sei Dank, das Kind ist still.

Eigentlich ist es ja doch ein schönes Kind und gefällt dem Bürgermeister mehr und mehr.

Aber was tun mit dem Kleinen?
 

Der Landstreicherkönig Theo bietet seine Hilfe an.

Er darf dafür in der Wohnung der Bürgermeistermutter wohnen und sich mit deren Vorräten den Bauch voll schlagen.
 

Oh diese zwei Scheiffeles.

Sie bringen den Bürgermeister immer wieder in Bedrängnis.
 

Auch Salvatore wird für die gefundenen Babysachen mit einer großen Summe belohnt.
 

Die Mutter des Bürgermeisters hat für ihren Sohn eine Demonstration organisiert.

Nun darf er auch noch gegen sich selbst demonstrieren!
 

Die beiden Schreckschrauben lassen auch Salvatore nicht in Ruhe. Aber er denkt nur an den Feierabend.
 

Baby wider Willen!

3. Akt
 

Aber vorher muß er bei Sonja noch einen Cappuccino trinken und im Bauhof eine Stunde schlafen.
 

Die zukünftige „Landratsmutter“ muß gut aussehen. Sonja muß ihr deshalb eine Quark-Gurkenmaske auflegen.
 

Sonja legt los, und geht sehr heftig ans Werk.
 

Zusammen mit Theo wird die Bürgermeistermutter in einen „wandelnden Komposthaufen“ verwandelt.
 

So, das Werk ist gelungen!
 

„Warum musstest du dir die Pampe ins Gesicht schmieren lassen?“ Die Strafpredigt vom Bürgermeister folgt auf dem Fuß.
 

Das „gestohlene“ Kind wird bei der Demonstration wieder zurückgegeben. Damit der Bürgermeister und seine Frau mit Würde in den Knast gehen können.
 

Dank der Hilfe vom Landstreicherkönig Theo klärt sich alles auf und das Baby kann seiner richtigen Mutter zurückgegeben werden.
 

Lediglich die beiden Scheiffeles haben ein Problem. Sie werden als Diebinnen entlarvt und werden vom Kommissar verhaftet.
 

Auch beim Bürgermeister und seiner Frau Christa ist alles in Ordnung, zumal auch er bald Vaterfreuden entgegen sehen kann.
 

Ganz anders die Burgermeistermutter.

Ob sie sich in der zukünftigen Rolle als Oma wohl fühlt?
 

Die Schauspielerrinnen und Schauspieler beim Schlussapplaus.
 

Hier noch mit unseren Helfern hinter der Bühne. Siggi Schlanke (Technik) 1. v. l., Gabi Jörger (Maske und Frisuren) 3. v. l. und Ernst Beller (Souffleur) 6. v. l..